В2В маркетинг

Wie zieht man Kunden zu einem Messe-Stand? Beispiele von DMEXCO 2019

Vom 11.09.2019 bis 12.09.2019 fand in Köln wieder die DMEXCO, DIE Messe für digitales Marketing, statt. Direkt danach fand die IBC in Amsterdam, DIE Messe für Broadcasting-Technologie in Europa, statt. Obwohl beide ganz klar B2B-Messen sind und sogar einige Aussteller die gleichen sind (wie z.B. Google oder Facebook), konnte man einen klaren Unterschied sehen. Auf der DMEXCO waren die Aussteller deutlich moderner und experimentierfreudiger. Vermutlich wegen der Zielgruppe: Marketing-Experten, die es kompliziert mögen, sich mit der Materie und den meisten Tricks gut auskennen und sich nicht einfach beeindrucken lassen. Wie im letzten Jahr stelle ich Ihnen vor, wie die Marketing-Agenturen die Kunden zu den Ständen gelockt haben.

Wenn die Kunden letztes Jahr von der Möglichkeit, ein eigenes Foto zu machen, Virtual Reality auszuprobieren oder einem Eis zu den Ständen gelockt wurden, dann waren es dieses Jahr Spiele, Popcorn und sogar Tiere.

Die Standgestaltung

Grundsätzlich wirkten alle Stände geräumiger und transparenter, da viel Glas anstatt der üblichen Wände eingesetzt wurde. So konnte man den ganzen Stand bis in den weitesten Besprechungsraum sehen. Transparenz wurde also nicht nur in der parallel laufenden Konferenz besprochen, sondern auch auf der Messe gelebt.

Auffällig ist, dass in diesem Jahr viele Aussteller eigene Vortragsreihen am Stand anboten. Die Besucher, die nicht genug von der Konferenz mit 19 Bühnen und zehn parallelen Workshops hatten, konnten noch zusätzliche Informationen direkt von den Unternehmen erhalten. Teilweise hatte das einen Bazar-Charakter. Von jeder Seite kamen laute Stimmen und Laute. Diese Lautstärke und Menge an Reizen hat manchmal verhindert, den Mehrwert der Information zu verstehen, aber es gab einige Besucher, die sich hingesetzt haben und die Vorträge angehört haben. Dafür wurde bei der Standgestaltung dem Publikum viel Platz gelassen, wodurch die Stände einerseits leerer und andererseits geräumiger aussahen.

Die Spiele

Letztes Jahr war Virtual Reality sehr beliebt, in diesem Jahr gab es nur einzelne Anwendungen zu sehen. An deren Stelle traten Spiele: Es gab alles von Tisch-Rennwagen über verschiedene Lotterietypen bis hin zu Tischfußball. Sogar Getränke konnten Besucher (am Google-Stand) erst nach dem richtigen Beantworten von Frage bekommen, die an der Kühlschranktür erschienen.

Ein Unternehmen hat eine Tischfußballmeisterin gegen Besucher antreten lassen; sie alleine gegen zwei Männer. Das ganze wurde auf Bildschirme übertragen und sorgte für viel Aufmerksamkeit und Schmunzeln bei den anderen Besuchern. An den Unternehmensnamen oder seine Produkte kann ich mich dennoch – oder vielleicht deswegen – nicht erinnern.

Das Essen

Am Vormittag des ersten Tages war ich froh, dass an den Ständen nicht die sonst übliche Menge und Vielfalt an Essen angeboten wurde (oder mögen Sie es, wenn es auf der Messe wie aus dem Asia-Imbiss riecht?). Am Nachmittag fing es dann doch an. Diesmal war die Auswahl an Gerichten, Snacks und Desserts geringer, aber es stellte sich mir immer noch die Frage, auf welcher Ausstellung ich tatsächlich war. DMEXCO oder doch Anuga?

Neuer Trend: Promoter

Als ich 2014 in Moskau auf einer Fernseh-Messe war, war ich überrascht, wie viele Promoterinnen durch die Messe-Gänge entlang gingen und auf sich aufmerksam gemacht haben. Jetzt ist der Trend nach Deutschland gekommen! In diesem Jahr haben viele Unternehmen beschlossen, ihren kreativen Ansatz zu zeigen und Astronauten, Frauen in hautengen Anzügen, Clowns usw. als Promoter vor deren Ständen zu stellen. Ein Aussteller hat sogar ein lebendiges Tier in einem Käfig mitgebracht. Er behauptete, dass es dem Tier bei der Messe unter so vielen Augen sehr gut gehe. 

Kreativität

Kreativität war nicht nur in den Messe-Hallen zu sehen, sondern auch in der Werbung zwischen den Hallen und in der Kleidung des Personals. Der Schwerpunkt lag auf Text, Wortspielen und der Mehrdeutigkeit von Aussagen. Diesen Trend hat letztes Jahr eine Pornoseite ausgelöst, dieses Jahr wurde er von anderen aufgegriffen.

Postkarten wurden durch Aufkleber mit „lustigen“ Sprüchen und Bildern abgelöst. Sonst blieb alles wie bisher: Stifte, Süßigkeiten, Bälle und DIY-Design-Kleinigkeiten.

Fazit: Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten zur Kundengewinnung, setzt man immer wieder auf bewährte Methoden und Ansätze. Diese wurden aber kreativ und modern gestaltet. Dabei darf man aber nicht nur auf die Kreativität fokussieren und die Verbindung zum eigenen Unternehmen außer Acht lassen. Die Produkte und Dienstleistungen sollten im Gedächtnis hängen bleiben und nicht nur die tolle Aktion am Stand. Und bitte: Keine Tiere auf der Messe!

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